Better than a day in the office

An einem normalen Arbeitstag bin ich meist so elf Stunden außer Haus, wenn was Besonderes ansteht, sind es auch mal 13 – dann bin ich meistens fertig. Gestern war ich 15 Stunden weg und danach ziemlich glücklich: 63,5 Kilometer mit 3.000 Höhenmetern über die Alb getrailert.

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Metzingen

Drei Halbmarathons mit je 1000 Höhenmetern am Stück laufe ich nicht oft, aber nach dem 50er vor drei Wochen mit Wolfgang, wollte er mir unbedingt sein Revier zeigen. Und er hat alles gegeben, er hat einen Hammerparcours gezimmert: Vorbei an historischen Orten und an Wasserfällen. Wir haben mehrmals die Albhochfläche erklommen und das Höllenloch gemeistert. Es hat sich gelohnt.

Mit Christian starten wir kurz nach 8 Uhr an der Panoramatherme in Beuren – erstmal hoch https://www.strava.com/activities/482428981/embed/ed9668fd842f27313de005d41403a46b4655ed3a

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Die ersten beiden Stunden hatten wir Sonne.

Es geht mehrmals hoch und wieder runter, wir laufen konstant und bleiben dicht beisammen, harmonieren perfekt. Nach gut 20 Kilometer bitte ich um ein etwas reduziertes Tempo, ich fühle mich müde und habe großen Respekt, vor dem was da noch auf uns wartet. Von da an hinke ich etwas hinterher, muss bergauf leicht abreissen lassen. Das geht so, bis zur Ruine Hohenwittlingen bei etwa Kilometer 40.

Dann laufe ich an der Spitze. Wolfgang hat den Abschnitt als hart, weil wellig, bezeichnet und das liebe ich. So kenne ich den Albtrauf: 10 Meter hoch, 5 Meter runter, wieder hoch usw. diese ständige Wechsel sind mein Element und das Café in Bad Urach rückt näher.

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Meine Rettung in Urach

Schon seit Stunden träume ich vom doppelten Espresso und in Urach am Marktplatz gönne ich mir gleich zwei davon: Meine Rettung. Danach ist es nur noch ein Klacks von 18 Kilometern und ein paar hundert Höhenmetern. Um 17:36 Uhr laufen wir mit den ersten Regentropfen auf den Parkplatz in Beuren. Als wir wenig später wegfahren, schüttet es. Wir haben alles richtig gemacht und unseren Zeitplan trotz der 45 Minuten Espresso-Pause eingehalten. Mir geht es hervorragend und ich habe laut Strava in den zurückliegenden 30 Tagen: 11.096 Höhenmeter gemacht. Christian hat sich auf seiner bisher längsten gelaufenen Strecke hervorragend geschlagen und Wolfgang denkt schon über die nächste Runde nach.

Nach dem gemeinsamen Abendessen beim Italiener komme ich nach einem 15-Stunden-Tag heim und denke an den Satz, den nach einem heißen anstrengenden Wandertag auf dem Overlandtrack in Tasmanien eine australische Freundin gesagt hat, als sie völlig fertig an der Hut ankam: „Better than a day in the office.“

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Damals fiel ein denkwürdiger Satz, der mich häufig begleitet.

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