Ende oder Anfang?

Es ist ruhig hier. Seit sieben Monaten kein Eintrag, was ist los mit Runance? Der 1.November ist Bewerbungsstart für die Brocken-Challenge, aber 2017 bin ich raus. Das Highlight in meinem Laufkalender findet ohne mich statt. 50 Kilometer mit 800 Höhenmetern in 4:18 h klingt nicht schlecht, … allerdings war das mein gesamtes Pensum im Oktober.

Ich bin heute trotz Kniebeschwerden mit elf Kilometern in den November gestartet. Seit meinem Ermüdungsbruch eine Woche nach der BC2016 hab ich nicht wieder in die Spur gefunden. Ein massives Problem im linken Knie beschäftigt mich immer wieder, seit dem Drei-Zinnenlauf ist es nicht mehr verschwunden.

Da es irgendwie weitergehen muss, habe ich meine mentale Festplatte von allen Ultraläufen gelöscht. Ich gehe zurück auf Los und beginne meine Lauferei bei null. Heute war der Anfang, drückt mir die Daumen, dass ich irgendwann wieder auf den Trails und Ultrastrecken mit euch spielen kann.

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Kacke an der Hacke

Heute vor vier Wochen stand ich bei herrlichem Wetter am Brocken-Gipfel. Die #BC2016 war um kurz nach halbdrei gefinisht. Ich hatte mein Ziel unter 8 Stunden zu laufen deutlich verfehlt. Bis 60 Km lief alles nach Plan, deutlich unter 6 Stunden war ich bis dahin unterwegs. Aber die letzten 20 Km und vor allem die letzten zehn hinauf zum Gipfel machten mir den sportlichen Garaus. Ich konnte auf dem Schnee nie meine Spur finden. Nicht einmal mit meinen Yaktrax fand ich Halt und Abdruck.

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Kein Halten mehr auf den letzten zehn Kilometern

Es war für mich ein zähes Finish und im Vergleich zu den Vorjahren die deutlich langsamten Schlusskilometer. Dabei hatte es hier immer die gleich schwierigen Bedingungen. Egal, acht Stunden hätte ich auch bei optimalem Verlauf verfehlt.

Dabei hatte ich gleich morgens um 6 Uhr den Start verpasst – Anfängerfehler. Mit Anil war ich kurz nach halbfünf Uhr von Herberhausen zwei Kilometer durch den Wald zum (k)alten Tanzsaal gewandert. Wir waren bei den Ersten, die dort ihr Frühtsück einnahmen. Aber die letzten, die den Tanzsaal verließen. Zwischen Frühstück und Start lag ein längerer Toilettenbesuch20160213_042742, der Zeitverlust rührt nicht vom Besuchsgrund, sondern von der Wartezeit: Danach Frühstückstisch aufräumen, alle Taschen und den Rucksack checken, Stirnlampe richten, Schuhe neu schnüren und raus aus dem Tanzsaal. Der Brockenzug der 180 Starter hundert Meter weiter hat bereits das Startsignal vernommen – uiiih. Nichts wie los.

Bis Mackenrode vorarbeiten, 5er-Schnitt – so wie auch in den vergangenen Jahren. Nach 20 Minuten scheine ich mein Feld gefunden zu haben, ich schätze gut 20 bis 25 Läufer vor mir, soweit man das auf den Anfangskilometern bei Nacht schätzen kann. Die erste Verpflegung nach knapp 50 Minuten, inzwischen wird es hell. Bei mir einige der Göttinger ASFM-ler und Deutschlandläufer Björn kommt uns erstmals entgegen – Abklatschen. Danach zum Seeburger See, die Landschaft von Reif überzogen. 18 wären vor mir ruft mir Fotografin Silke zu – Ok, das wären weniger als ich gedacht hatte.

Wenig später, kein Déjà vu, sondern ein Läufer, den ich wie bisher immer, nach etwa 20 Kilometer getroffen habe. Robert meint, dass er heute gemütlich macht – viel später nach mir ist er nicht im Ziel. Wenig später kommt von hinten Markus. Bei meinem dritten Start kenne ich die Strecke schon ganz gut, aber mit Organisator Markus an der Seite fühle ich mich sauwohl. Wir rollen durch Rollshausen zur Kapelle hoch und bekommen Gesellschaft von Andreas. Die Sicht ist genial und mit den beiden weiß ich, dass ich gut aufgehoben bin. Andreas ist immer für einen Topten-Platz gut und mit Markus gibt es kein verlaufen. Doch das Trio hält nicht lange. Andreas ist schneller und Markus fällt ein bisschen zurück.

30 Kilometer nach gut zweieinhalb Stunden. Die Verpflegung Ruhmequelle ist gut bestückt und einige Helfer und Betreuer sind auf den Beinen. Während ich meinen Tee hinunterschlürfe beobachte ich zwei Jungs, wie sie fasziniert auf uns Läufer an der Verpflegung blicken. „Mr. BC“ sagt der kleinere der beiden ehrfurchstsvoll ganz in sich gekehrt. Ich muss grinsen – Markus kommt zum Verpflegungspunkt.

Den Anstieg danach renne ich erstmals bei einer BC hoch. Bisher hatte ich mir immer was vom Verpflegungspunkt mitgenommen und beim hochgehen gegessen. Diesmal drängt die Uhr und Andreas macht pace. Dafür hatte ich den Abschnitt bis Barbis von hier ab nie so schwierig in Erinnerung. 270 Höhenmeter sind auf 12 Kilometer einfach nicht flach – Aschu hat das ausdrücklich beim Briefing am Vorabend herausgestellt. Dass die BC erst ab Barbis beginne, hat er anhand des Höhenprofils in Frage gestellt – er hat Recht behalten. Kurz vor Barbis laufen die Göttinger Lars, Jan und Alexander und weitere an mir vorbei – Ruckzuck verliere ich vier, fünf Plätze. Barbis wird für mich ein kurzer Stopp, manche wechseln Klamotten, Schuhe, ich ziehe schnell weiter. Raus und wieder den Berg hoch – hier muss ich gehen. Oben werde ich bereits von den ersten beiden gestellt. Dranbleiben – es gelingt mir halbwegs.

Entsafter Teil 1: 14 Kilometer bis zum Jagdkopf – die Strecke zieht sich wie Kaugummi. Ich werde noch drei- oder viermal überholt. Aber am Jagdkopf sind wieder alle zusammen und ich laufe als Erster los. 2013 lag hier Tiefschnee neben der Loipe, heute hat es zwar Schnee, aber für eine Loipe reicht es nicht und es lässt sich gut laufen. Bis Lausebuche werde ich nur einmal überholt. Ich fühle mich gut – alle hinter mir gelassen und im Gegensatz zu 2014 keine mentalen Einbruch erlebt. Bei 63 Km gönne ich mir eine Suppe. Danach laufe ich, wie die beiden Starts zuvor, beinahe falsch weiter.

Knapp zwei Stunden für die letzten 17 Kilometer und 700 Meter den Berg hoch, dann reicht es unter 8 Stunden. Lars und Andreas, die das in der Vergangenheit schon gelaufen sind, sind hinter mir. Ich bin zuversichtlich, komme mit den Bodenverhältnissen bis Königskrug klar.Dann nicht mehr. Direkt nach der Verpflegung beginnt das Schneefeld. Eklig weicher Schnee, fünf bis zehn Zentimeter die mir keinerlei Halt bieten. Für mich keine Chance, ich rutsche hin- und her. Einige Meter, dann lege ich die Yaktrax an. Und rutsche immer noch.

 

Es ist mein erster Einsatz dieser Schneeketten, die ich mir wenige Tage vorher als flexible Lösung gekauft habe. Ganz ehrlich verspüre ich keinen Vorteil. Ich vermisse meine Asics Arctic 4 gtx mit den langen Metallstiften und eiere vor mich hin. Mit Laufen hat diese Fortbewegungsart definitiv nichts zu tun. So geht das die letzten zehn Kilomter bis hoch zum Gipfel.

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Vor der Brockenrampe

Nach der Rampe zur Brockenbahn, vier Kilometer vor dem Ziel klopft mir ein Wildfremder auf die Schulter: „Super Leistung – gleich geschafft“. Naja die vier Restkilometer dauern ewig. Viele Spaziergänger sind bei dem herrlichen Wetter unterwegs. Manche applaudieren und bekunden ihren Respekt, manche stellen sich breitbeinig in den Weg und fotografieren. Die können dann im Freundeskreis von den Bekloppten erzählen. Eine Begegnung ist mir besonders in Erinnerung. Vielleicht eineinhalb Kilometer vor dem Ziel, laufe ich mit drei Jungs. Einige Meter vor uns positioniert sich ein älteres Ehepaar wartend bis wir passieren. „Wo sind Sie gestartet?“, im vorbeigehen erwidern wir „Göttingen“ – kurze Pause „Geeeeeillllllll“. Das Staunen in der Stimme höre ich heute noch.Naja, ich war dann als 18. in 8:35 Std. oben.

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Erbseneintopf als Vorspeise im Goethesaal.

Ich verpflegte mich gut, wanderte mit Anil, der knapp 2 Stunden später kam, nach Schierke und später in der Nacht wieder zurück ins Hotel. Der Weg nach Herberhausen, der morgens eine halbe Stunde gedauert hatte, dauerte nachts fast zwei – wir fanden einfach den richtigen Weg nicht. Die Kniee waren komplett zerstört, wie selten zuvor, das hielt noch zwei Tage, dann machte ich mich auf meinen ersten Trainingslauf: 8 Km – 50 Minuten.

 

 

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Mit Anil vor dem Briefing

Das war’s, seither bin ich nur noch einmal gelaufen. Vor drei Wochen konnte ich zwei Kilometer laufen und bin dann heimgehumpelt. Seither habe ich Kacke an der Hacke. Die diffuse Diagnose: Blockierter Nerv im Bereich des Wadenbeinköpfchens. Jeder Schritt schmerzt und seither humple ich umher. Damit wird der Auftritt beim Pfälzer Berglandtrail ab kommenden Freitag leider unmöglich.

 

 

 

 

 

 

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Acht unter Acht

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Abstieg 2013 in eine Winterwunderwelt.

Noch sechsmal schlafen, dann heißt es morgens um sechs: „Brocken-Challenge here we go“. Geil – heute habe ich meine Vorbereitung beendet, was jetzt kommt, heißt ausruhen. Morgen noch lockere 14 und nochmal am Mittwoch oder Donnerstag, dann muss das passen. Ob es am Samstag für die ominösen 8 Stunden reicht, wird von vielen Faktoren abhängen. Gestern hat es mich ordentlich zerlegt. Wellige 26 Kilometer in zweieinhalb Stunden, nichts Besonderes, eigentlich lockeres Tempo, aber irgendwas hat nicht gepasst – ich war geplättet wie seit Langem nicht mehr: 13 Stunden habe ich seither gepennt. Vielleicht waren die 15 Grad Frühlingstemperatur zu warm für mich.

Ich hoffe, das wird im Harz anders. Gesten sind meine Yaktrax Run gekommen – ja, vielleicht sollte ich noch üben, wie man die möglichst schnell anlegt, denn wenn ich mir  den Wetterbericht anschaue, glaube ich, dass mindestens die letzten 25 Kilometer Schnee liegen wird. So hätte ich das gerne, auch wenn mit dem weißen Untergrund die 8 Stunden unmöglich werden – ich will Schnee auf dem Weg zum Brocken, damit das Motto: „kalt – hart – schön“ auch stimmt.

Mein Training passt. Verglichen mit der Vorbereitung für die BC2013 und BC2014 gibt es nur minimale Abweichungen, diesesmal habe ich jedoch merklich mehr Höhenmeter in den letzten zehn Wochen gemacht. Mal sehen, ob es hilft. Im Vorjahr waren acht Jungs unter acht Stunden geblieben. Für mich wäre es ein Traum, wenn ich das schaffen könnte. Keine Ahnung, aber nach 8:41 h in 2013 und 8:21 h in 2014 könnte ??? in 2016 stehen.

Egal was kommt, ich freu mich drauf und wünsche mir wieder so ins Ziel zu laufen, wie 2013, egal nach welcher Zeit.

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Zieleinlauf 2013

 

 

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Better than a day in the office

An einem normalen Arbeitstag bin ich meist so elf Stunden außer Haus, wenn was Besonderes ansteht, sind es auch mal 13 – dann bin ich meistens fertig. Gestern war ich 15 Stunden weg und danach ziemlich glücklich: 63,5 Kilometer mit 3.000 Höhenmetern über die Alb getrailert.

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Metzingen

Drei Halbmarathons mit je 1000 Höhenmetern am Stück laufe ich nicht oft, aber nach dem 50er vor drei Wochen mit Wolfgang, wollte er mir unbedingt sein Revier zeigen. Und er hat alles gegeben, er hat einen Hammerparcours gezimmert: Vorbei an historischen Orten und an Wasserfällen. Wir haben mehrmals die Albhochfläche erklommen und das Höllenloch gemeistert. Es hat sich gelohnt.

Mit Christian starten wir kurz nach 8 Uhr an der Panoramatherme in Beuren – erstmal hoch https://www.strava.com/activities/482428981/embed/ed9668fd842f27313de005d41403a46b4655ed3a

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Die ersten beiden Stunden hatten wir Sonne.

Es geht mehrmals hoch und wieder runter, wir laufen konstant und bleiben dicht beisammen, harmonieren perfekt. Nach gut 20 Kilometer bitte ich um ein etwas reduziertes Tempo, ich fühle mich müde und habe großen Respekt, vor dem was da noch auf uns wartet. Von da an hinke ich etwas hinterher, muss bergauf leicht abreissen lassen. Das geht so, bis zur Ruine Hohenwittlingen bei etwa Kilometer 40.

Dann laufe ich an der Spitze. Wolfgang hat den Abschnitt als hart, weil wellig, bezeichnet und das liebe ich. So kenne ich den Albtrauf: 10 Meter hoch, 5 Meter runter, wieder hoch usw. diese ständige Wechsel sind mein Element und das Café in Bad Urach rückt näher.

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Meine Rettung in Urach

Schon seit Stunden träume ich vom doppelten Espresso und in Urach am Marktplatz gönne ich mir gleich zwei davon: Meine Rettung. Danach ist es nur noch ein Klacks von 18 Kilometern und ein paar hundert Höhenmetern. Um 17:36 Uhr laufen wir mit den ersten Regentropfen auf den Parkplatz in Beuren. Als wir wenig später wegfahren, schüttet es. Wir haben alles richtig gemacht und unseren Zeitplan trotz der 45 Minuten Espresso-Pause eingehalten. Mir geht es hervorragend und ich habe laut Strava in den zurückliegenden 30 Tagen: 11.096 Höhenmeter gemacht. Christian hat sich auf seiner bisher längsten gelaufenen Strecke hervorragend geschlagen und Wolfgang denkt schon über die nächste Runde nach.

Nach dem gemeinsamen Abendessen beim Italiener komme ich nach einem 15-Stunden-Tag heim und denke an den Satz, den nach einem heißen anstrengenden Wandertag auf dem Overlandtrack in Tasmanien eine australische Freundin gesagt hat, als sie völlig fertig an der Hut ankam: „Better than a day in the office.“

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Damals fiel ein denkwürdiger Satz, der mich häufig begleitet.

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Das DNF-Monster von Simonswald

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Das DNF-Monster hat  am Wochende im Schwarzwald zugeschlagen. Und dennoch geht es mir gut. Nach den Reaktionen auf facebook, könnte man meinen, dass die drei Buchstaben DNF des Läufers größter Feind sind, dabei sitzt doch der im Kopf.

Nicht die Beine sind das schwächste Glied in der Köperkette bis zum Zieleinlauf, sondern der Kopf. Er gibt Anweisung ob schneller, oder langsamer zum Ziel, ob rechts oder links herum oder zurück auf Los. Sicher will jeder, der an der Startlinie steht, das Ziel erreichen, aber es gibt manchmal Faktoren, die das vereiteln wollen. Je länger der Wettkampf, desto mehr dieser Spielverderber: Hunger, Magenprobleme, Äußere Bedingungen, Verletzungen und Fragen nach dem Sinn. Wenn es gut läuft, können diese Legionen des Bösen  bezwungen werden, aber es läuft nicht immer gut. Dann folgt ein zäher Kampf und manchmal auch ein DNF. Na und – davon geht die Welt nicht unter!

So auch nicht am Sonntag, ich hatte die Option abzukürzen und die Entscheidung fiel mir leicht. Sah ich doch für mich keinen Sinn darin, die restlichen 17 Kilometer in drei Stunden zu wandern. Ich hatte einfach keinen Bock mehr, hatte mit 140 Laufkilometern in den vergangenen fünf Wochen definitiv zu wenig Kilometer auf den Sohlen. Aber auf Teufel komm raus zu finishen?

Machen wir uns frei von dem Gedanken, nur der Zieleinlauf ist es Wert an den Start zu gehen. Nicht um jeden Preis. Der Weg ist das Ziel, und auf dem habe ich mich (und andere) ein bisschen besser kennengelernt.

Das  Nächstemal Fertiglaufen

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Für ne Stunde rennen

Was ist schon eine Stunde? Gut vier Prozent des Tages, aber die sind wichtig. Häufig sind es meine intensivsten 60 Minuten des Tages. Wenn ich abends zu meiner 13er-Runde starte, schalte ich ab. Ist auch eine von Deutschlands besten Laufstrecken.

Es geht es mir gut, wenn ich bei Kilometer eins die Saurierbrücke überquere, 40 Höhenmeter sind dann schon eingetütet und es bleibt Zeit zum durchschnaufen. Ab in den Wald auf die beliebte „Schlater-Wald-Runde“, hier laufen viele, ob schnell, ob langsam, alleine oder in der Gruppe, die meisten grüßen sogar! Wie ich die verachte, die nicht einmal ein kurzes „Hallo“ stammeln können.

Es geht leicht bergan – kurzer Stopp an der Landstraße. Die wenigsten Autofahrer scheren sich um die Geschwindigkeitsbegrenzung, also Vorsicht. Kurz vor Kilometer fünf, der höchsten Punkt. Danach rollt es fast von alleine.  Der Wanderparkplatz an der „Eiche“ ist abends unter der Woche meist verwaist. Ich mache Tempo, nutze die zwei abschüssigen Kilometer um Zeit gut zu machen und fliege durch die matschige Spitzkehre weiter. An der kleinen Welle stoppt mein Flugmodus, ich  muss kämpfen, ohne Druck geht es hier nicht hoch. Aber das ist auch der Reiz der Strecke, Die 200 Höhenmeter modellieren die 13 Kilometer zwischen Wald und Wiesen zu einer abwechslungsreichen Trainingseinheit mit jeder Menge Varianten. Drei feine Trailabschnitte eingebaut und der Charakter meiner Standardstrecke ist ein anderer. Zweimal anders abgebogen und die Höhenmeter verdoppeln sich schnell. Doch heute mache ich keine Extras, ich will die Stunde nutzen und nach 60:13 min hat es auch gut geklappt. Für den schnellen Feierabendkick ist der 13er wunderbar.  Wenn Zeit ist, geht auch mehr.

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Helfen tut gut

Vor zehn Tagen liefen Frank, Andreas und ich #100atnepal. Genau einen Monat ist es her, als das erste schwere Erdbeben Zerstörung und Leid nach Nepal brachte, die Hilfe vor Ort geht weiter, unsere Spendenaktion auch.

Nach gut 3 Stunden im Regen @Karsten Dyba/Geislinger Zeitung

Nach gut 3 Stunden im Regen @Karsten Dyba/Geislinger Zeitung

Laufen ist die eine Seite von #100atnepal, Helfen die andere. Als ich auf Deutschland Hilft Ende April mein erstes Hilfsprojekt eingerichtet habe, war mir nicht klar, was daraus werden würde. Die Unterstützung der Menschen in Nepal nach dem verheerenden Erdbeben war mir wichtig.  Die Idee, anstatt einfach auf den Spendenbutton zu klicken, war die Verbindung mit dem nicht ganz alltäglichen Lauf über die sechs Etappen des Albtraufgängerweges. Heute, fast einen Monat nach Start der Seite wurden über 4.000 Euro gespendet.

Wenig Sicht @Karsten  Dyba/Geislinger Zeitung

Wenig Sicht @Karsten Dyba/Geislinger Zeitung

Frank am Helfenstein

Frank am Helfenstein

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Halbzeit in der Geschäftsstelle der Erlebnisregion Albtrauf

Kleine Pause - ohne Regen

Kleine Pause – ohne Regen

An diese Summe hatten wir anfangs nicht gedacht. Mir zeigt es, dass es uns gelungen ist, mit einer verrückten Idee, Gutes zu unterstützen. Wir haben mit unserem Lauf, Menschen erreicht, die sich haben anstecken lassen. Während der ersten sieben Stunden im Dauerregen haben wir darüber diskutiert, ob wir ohne die Spendenaktion an dem Tag überhaupt gestartet wären, vermutlich nicht. Aber mit dem Spendenprojekt im Rücken stand ein Abbruch zu keiner Zeit zur Debatte – uns war klar, wir werden finishen – egal wie und egal in welcher Zeit.

Hoch zum Reußenstein.

Hoch zum Reußenstein.

Letzte Verpflegung - noch 7 Kilometer

Letzte Verpflegung – noch 7 Kilometer

Abmarsch!

Abmarsch!

Ich habe in der Phase vom Freischalten des Projekts, bis zum eigentlichen Lauf viel gelernt. Ich habe viel Unterstützung erfahren und will allen dafür herzlich danken .Es ist enorm was geht, wenn Du es willst: Mach Dein Ding.

Nach 16 h im Ziel

Nach 16 h im Ziel

Presse

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